Schweißgeräte für den Heimwerker

Bei manchen Arbeiten ist ein Schweißgerät nötig, egal ob es sich ums Auto oder einem anderen Teil handelt. Soll ein solches Gerät gekauft werden, stehen manche vor einer schweren Entscheidung. Welches Schweißgerät soll es sein und wie ist ein gutes Gerät zu erkennen. Wie bei anderen Geräten auch, gibt es auch in der Kategorie Schweißgeräte Unterschiede:

Die Unterschiede

Zum einen gibt es das Schutzgas Schweißgerät, das den Schweißdraht mithilfe von einem Schlauch Paket an die Schweißstelle transportiert. Die Geräte sind deshalb so beliebt, weil sie verschiedene Materialien ordentlich zusammen schweißen und es zudem noch schöne Nähte gibt.

Ein weiteres Gerät ist das Fülldraht Schweißgerät, das ist nicht nur kleiner, sondern kann auch ohne eine Gasflasche betrieben werden. Zum eigentlichen Schweißen braucht der Nutzer eine Stabelektrode, wobei während dem Schweißen die Umhüllung abbrennt und sich als Schweißnaht dann verteilt.

Unter den anderen Geräten befinden sich noch WIG Schweißgeräte, Inverter Schweißgeräte oder Autogenschweißgeräte.

Was für Eigenschaften sollte ein Schweißgerät haben?

Gerade die Geräte, die für den heimischen Gebrauch bestimmt sind, sollten an einen ganz normalen 230 Volt angeschlossen werden können. Es gibt auch Geräte, die einen Drei- Phasen- Wechselstrom Anschluss haben, dann muss allerdings ein Adapter im Lieferumfang enthalten sein.

Bei einem Schweißstrom und Drahtvorschub sollten Parameter stufenlos geregelt werden können. So kann der Schweißstrom in mehreren Stufen eingestellt werden.

Das Wichtigste ist aber die Angabe der Schweiß Dauer. Es sollte kein Gerät gekauft werden, bei dem nicht angegeben ist, wann es auszuschalten ist. Bei allen Geräten muss nach einer bestimmten Zeit eine Pause eingelegt werden, das ist entweder in der Produkt Beschreibung angegeben oder auf dem Typenschild.

Gefahren beim Schweißen

Die größte Gefahr lauert bei Inbetriebnahme von einem elektrischen Gerät, denn bei ihm ist die Isolierung an einer Schweißstelle unterbrochen. Es ist daher sehr wichtig, dass die Elektrode auf gar keinen Fall in irgendeiner Weise berührt wird.

Natürlich sollte beim Schweißen auch passende Schutzkleidung getragen werden und auch eine Isoliermatte macht die Arbeit um einiges sicherer. Weiterhin sollte nie ohne eine Schutzbrille geschweißt werden, ansonsten kann es zu einer Bindehautentzündung führen, die im schlimmsten Fall mit einer Erblindung einhergeht.

Darauf ist beim Kauf zu achten

Ein Schweißgerät sollte immer auf den Aufgabenbereich abgestimmt sein, denn ansonsten werden die Arbeiten leider anders als erwartet. Nicht jedes Schweißgerät ist auch für jede Schweißarbeit ausgelegt. Es ist daher unbedingt erforderlich, sich vor einem Kauf zu informieren und zu überlegen, welches Gerät es im Endeffekt sein soll.

Um diese Frage zu klären muss überlegt werden, welche Schweißarbeiten zu erledigen sind und um welches Material es sich handelt. Danach kann der Kauf ausgerichtet werden. Ein weiterer Aspekt ist, wo sollen die Schweißarbeiten eigentlich stattfinden. Hier werden die meisten Fehler gemacht, denn es hat keinen Sinn sich ein Schutzgas Schweißgerät zu kaufen und dann draußen damit arbeiten zu wollen, diese Art der Geräte ist für den Außeneinsatz nämlich gar nicht geeignet.

Arbeiten die in geschlossenen Räumen stattfinden erfordern wieder ein anderes Schweißgerät, es kann durchaus vorkommen, dass ein Gerät giftige Abgase und Dämpfe freigibt, daher muss ein Raum dann dringend gut belüftbar sein.

Weiterhin gibt es schwere und große Schweißgeräte, es gibt aber auch die Kleinen und Leichten. Darum sollte vor einem Kauf auch abgeklärt werden, ob es mobil sein soll oder eher nicht. Wer an mehreren verschiedenen Orten schweißen will, sollte darauf achten, dass es für die jeweiligen Arbeiten auch ausgelegt ist. Es gibt diverse Modelle, die über einen praktischen Tragegriff verfügen und sich dadurch bequem transportieren lassen.

Leistung und Funktionen

Nachdem schon einige Geräte in die engere Auswahl gezogen worden sind, kommt es jetzt darauf an, welche Anforderungen an das Gerät gestellt werden. Hierbei ist zum Beispiel die Materialstärke ein wichtiges Kriterium, hierzu weisen manche Geräte spezielle Elektroden auf.

Die Elektroden mit 1,6 bis 2 mm, sind gut für dünne Materialien geeignet, sie können für kleinere und dünne Bleche sehr gute Ergebnisse abgeben. Elektroden mit bis zu 4 mm sind für dickere Bleche bestens geeignet. Bleche mit einer Stärke von bis zu 9 mm können damit bearbeitet werden.

Es gibt diverse Features, die eine leichte Anwendung bieten, das wäre beispielsweise eine Multiskala. Hiermit kann der benötigte Schweißstrom eingestellt werden. Besonders bevorzugt werden die Modelle, die sich stufenlos einstellen lassen.

Wichtig ist auch ein langes Kabel, denn hier kann gewählt werden von unter 2 Metern und weit über 2 Meter. Es sollte auf jeden Fall immer ein langes Kabel sein, damit begonnene Arbeiten in der Höhe nicht unterbrochen werden müssen, weil das Kabel keine ausreichende Länge aufweist. Hierbei ist es von Vorteil, sich für ein Kabel zu entscheiden, das nicht starr und unflexibel ist.

Ein Schweißgerät sollte auf jeden Fall ein S-Zeichen haben, das steht für eine spezielle Schutzklasse. So hat ein Käufer die Sicherheit, auch bei engen Platzverhältnissen das richtige Gerät zu kaufen. Je nach Schweißstrom hat ein Gerät einen Anschluss für eine 230 Volt starke Steckdose, es gibt allerdings auch Geräte die mit 400 Volt betrieben werden können.

Um ein besseres Zündverhalten zu gewährleisten, sollte eine elektronische Regelung eingebaut sein. So kann der Lichtbogen schneller gezündet werden.

Vor einem Kauf sollte auch auf die Ausstattung und den Lieferumfang geschaut werden. Damit wird unterbunden, das ein Schweißgerät gekauft wird, bei dem wichtige Komponenten fehlen. Viele Firmen legen gern einiges „ Spielzeug“ mit dazu, dann hört es sich für einen Kunden umfangreicher an. Es sollte darum nicht nur auf Leistung und das Schweißgerät geachtet werden, sondern auch auf das mitgelieferte Zubehör.

Zum Zubehör gehört…

Was auf jeden Fall zum Gesamtpaket gehört ist ein Massekabel mit einer integrierten Klemme. Wer ein Elektroden Schweißgerät bevorzugt, sollte auf ein Elektrodenkabel, sowie einen Elektrodenhalter achten.

Bei einem guten Schutzgas Schweißgerät ist immer ein Brennerkabel oder ein Brennerschlauch dabei und oft findet sich sogar einen Druckminderer mit im Paket. Einige Hersteller legen sogar noch eine Drahtbürste und ein Brennerspray mit dazu.

Jeder der schon einmal dabei ist, sich ein Schweißgerät zu kaufen, sollte auch die Schutzmaßnahmen nicht vergessen. Dazu gehört ein passendes Schweißschild genauso wie ein Helm, gar nicht zu sprechen von der schon erwähnten Brille für ein gesundes Augenlicht, auch nach den Schweißarbeiten.